Elektronik
TiffanyGlamour
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H-Brücke Transistor Verschaltung Hallo Leute, was ist der Unterschied daran wenn man bei einer H-Brücke mit 4 Transistoren (z. B. BC547 (NPN) und BC557 (PNP)) die beiden Transistoren Paare (jeweilts ein NPN und ein PNP zusammen)... entweder mit den Emittern zusammen verbindet oder mit den Kollektoren? Danke im voraus

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(3) Antworten
Freak19

Das ist beliebig, da der Transistor hier sozusagen nur als Schalter, also wie ein Relaiskontakt arbeiten soll, nur eben schneller und verschleißfrei. Der einzige Unterschied ist hier nur, dass der Basisstrom mit am Emitter heraus kommt. Außerhalb des Sättigungsbetriebes entsteht hier dadurch ein Ungleichgewicht in der Brücke. Zeigen die Emitter aus der Brücke heraus, fließt auch der Basisstrom nicht in die Brücke selber hinein. Wie man das auch macht, man hat hier immer das Problem, dass die Ansteuerung nie ganz auf Masse bezogen sein kann und gerade bei hohen Arbeitsspannungen der Brücke probleme mit einer Ansteuerung die nur niedrige Spannungen erlaubt verursacht. Eine große "Hobby" CNC Fräse läuft mit 35V an den Motoren, die Steuerung arbeitet aber mit 5V. Ist der NPN Transistor an "+", muß der aber dann etwa 35V auf seine Basis kriegen, das kann die 5V Logik nicht ohne Hilfe. Deswegen gibt es die "Unipolar" Schrittmotoren. Hier schaltet man die Motorleitungen einfach simpel nach Masse, polt das Magnetfeld durch umschalten auf anders herum gewickelte Spulen um. Das macht den Motor aber teurer und schwächer. Als Lösung beitet sich für einfache Aufgaben wie kleinere Schrittmotore an, die Brücke aus starken Optokopplern zu bauen. Auf der Steuerseite sind die wie LEDs zu benutzen und die Position in der Brücke und damit das Potential des Transistors ist völlig egal. Für den Hobbybereich oder für kleine Anwendungen merke Dir mal den "TDA2030". Das ist ein Operationsverstärker der sich wie der altehrwürdige µA741 verhält, aber satte 2A(!) liefert und das auch noch "Push pull". Damit lässt sich ganz einfach eine Halbbrücke aufbauen in dem an den OPV als Komparator schaltet so dass er beliebige Steuersignale mit beliebigen Potential verarbeiten kann. Und nimmt man 2 hat man eine Vollbrücke. Der TDA2030 schaltet bei Überhitzung ab und egal was man macht, man kann innerhalb der Halbbrücke keinen Kurzschluß erzeugen.

iLoveYouHarry

Hallo, wenn wir bei beiden Fällen davon ausgehen, dass du die jeweiligen Basis so ansteuerst, dass kein quasi-Kurzschluss entsteht. hast du bei Variante 1 (Emitter zusammen) noch den Nachteil, dass du ungünstige Steuerspannungen benötigst um möglichst geringen Leistungsabfall an den Transistoren zu haben: PNP(unten): negative Spannung gegenüber - (ca. -0,5V am Basisanschluss. d.h. weil da noch ein Widerstand vorne dran muss, brauchst mindestens -1 Volt oder mehr.) NPN(open): hier benötigst du eine noch positivere Spannung als deine + Spannung (ca. 0,5V höher am Basisanschluss, da auch hier ein Widerstand vorne dran sollte, eher auch 1V oder noch mehr) Im Fall zwei benötigst du diese ungünstigen Spannungen nicht! Ich weiß ja nicht was für einen Motor du da einbauen willst, ggf. empfiehlt sich jedoch die Verwendung von MOSFETs, weil hier je nach Typ weniger Verlustleistung an den Transistoren entsteht. Gruß Raphael

Erdbeere199

Also wenn ich dass auf die Schnelle richtig sehe arbeitest Du hier nur mit vier Dioden. Basisstrom zum Durch / Ansteuern fehlt ? Wenn Du keine Umpolung der UB vornimmst....??? Passiert erst mal nix.

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