Argumente
KidKun
5

Ich brauche Gründe für und gegen das eheverbot von katholischen Priestern. für die Schule; ich gebs ja zu. Was spricht dafür, das Eheverbot abzuschaffen (natürlich rein hypotetisch) und was, es nicht abzuschaffen? Das Problem ist ja, ich muss mich auf beide Seiten vorbereiten, mir fallen aber nur Argumente für pro ein. Bitte um Hilfe...

+0
(20) Antworten
Crankhank

A. DAS EHEVERBOT IST KEIN DOGMA Das Eheverbot für Priester ist kein Dogma, sondern nur eine Kirchenverordnung uns könnte jeder Zeit aufgehoben werden. B. BEGRÜNDUNG FÜR DIE EHELOSIGKEIT Einerseits wird sie begründet mit der Ehelosigkeit Christi und durch Paulus, die sie in besonderer Weise lobt und anderseits durch die totale Hingabe an seine Aufgabe, um nicht durch eine Frau und eine Familie abgelenkt zu werden, bzw. beeinträchtigt zu werden. Auf diese Weise könnte sich der Priester ungehindert seinen Aufgaben in der Kirche widmen. (Totale Verfügbarkeit). C. BEGRÜNDUNG FÜR DIE EHE EINES PRIESTER Es wird in der Bibel nirgends davon gesprochen, dass jeder, der ein geistliches Amt in der Kirche ausübt unverheiratet sein muss. Dem Einzelnen bleibt es überlassen für welche Lebensform (Ehelos, verheiratet) er sich entscheiden möchte. Es gibt keine allgemeingültige Forderung für die Ehelosigkeit im NT. Sie wurde erst viele Jahrhunderte später (11.Jhd. n. Chr.) als allgemeingültiges Kirchengesetz aufgestellt. Auch in späterer Folge wurde der Zölibat nicht wirklich eingehalten. Selbst Päpste hatten ihre Konkubinen, bzw. Beziehungen zu Frauen, mit denen sie Kinder gezeugt haben. Interessant ist der Hinweis, den Paulus über einen Bischof gegeben hat. Hier wird von ihm ein Anforderungskatalog erstellt, den ein Bischof erfüllen soll, wenn er dieses Amt ausüben möchte. 1. Timotheus 3, 1-7 (Bitte nachzulesen!) Unter anderem sagte er über die Ehe: "Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau....einer, der seinem eigenen Hause (Familie) gut vorstehen kann und gehorsame Kinder hat... Denn wenn jemand seinen eigenen Hause(Familie) nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes versorgen." Diese Hinweis wird gerne von der Kirche unterschlagen oder einfach negiert, weil er einfach nicht in das Konzept der allgemeingültigen Ehelosigkeit passt. FAZIT: a) Nach dem neutestamentlichen Verständnis steht es dem Einzelnen frei seine Lebensweise selber auswählen zu dürfen. b) Die Ehelosigkeit ist keine Vorbedingung, um ein geistliches Amt ausüben zu dürfen. c) Dieses Ausschließlichkeitsprinzip wird durch das NT nicht gedeckt, sondern ist eine eigenmächtige Einführung der Kirche, die den Menschen nicht die selbstständige Wahl zubilligt. Sie zwingt ihn in eine Lebensweise hinein, die nicht allgemein verpflichtend ist. d) Aus diesem Grund ist der ZWANGSZÖLIBAT abzulehnen, weil er keine Forderung des Evangeliums ist. e) Es soll jeder, der ein geistliches Amt ausüben möchte und dazu von Gott berufen worden ist, selbstständig wählen dürfen, ob er ehelos oder in einer ehelichen Gemeinschaft leben möchte. Denn der Mensch hat nichts das Recht Regeln aufzustellen, die Gott dem Menschen nicht vorgelegt, bzw. abverlangt hat.

Anonymous1305

Es stimmt zwar, dass in der Bibel die Ehelosigkeit als eine wünschenswerte Lebensführung für einige empfohlen wird. Es ist allerdings kein biblisches Erfordernis für christliche Religionsdiener, zölibatär zu leben. Der Apostel Petrus und andere Männer in der frühen Christenversammlung, die Verantwortung trugen, waren verheiratet (1. Korinther 9:5; 1. Timotheus 3:2). Für ein Zwangszölibat gibt es demnach keine biblische Grundlage.

lynnmaus

Dagegen: Die Einsamkeit des Priesters (ihm fehlt heute oft die "Pfarrfamilie), damit eine gewisse Anfälligkeit für Depression, manchmal Alkoholismus. Mangelnde "Bodenhaftung": Er bekommt bestimmte Probleme einer typischen Familie oft nicht mit. Seine Antwort sind dann zu theoretisch. Wenn er den Wunsch verspürt, später doch eine Frau zu haben, wird er zur Heuchelei gezwungen oder muss sein Amt aufgeben. Dafür: Er kann sich voll seinem Amt widmen, ohne Rücksichten auf Familienangehörige. Kinder kommen nicht zu kurz, weil der Vater sich nicht um sie kümmern kann. Anders als beim evangelischen Kollegen wird sein Amt weniger angegriffen. Er hat mehr "Sicherheit" in seinem Beruf.

xDxDlolxDxD

Anders als im zehnten und elften Jahrhundert, in dem der Zölibat für die Priester eingeführt wurde, leben katholische Priester heute von einem Gehalt und nicht mehr von einer Pfründe oder einem Hof. Deshalb gäbe es auch einer Familie und Kindern kein Kirchengut zu vererben, sondern nur ein Privatvermögen, mit dem ein Priester heute sowieso machen kann, was er möchte. Die vermögens- und erbrechtliche Seite der Sache ist also heutzutage irrelevant. Für die Aufhebung des Zölibates spräche, daß sich ein paar mehr Männer für den Priesterberuf entscheiden würden, nämlich auch solche, die bisher darauf verzichten müssen, weil ihnen Ehe und Familie wichtig sind. Ob damit der Priestermangel behoben werden könnte, ist aber fraglich. Die Priester vieler anderer Kirchen sind verheiratet oder können heiraten, z. B. die orthodoxen Priester, die anglikanischen oder die altkatholischen. Die Erfahrungen dieser Kirchen sind sicherlich nicht schlechter als die mit katholischen Priestern. Evangelische Pfarrer heiraten ebenfalls schon seit der Zeit der Reformation und auch hier liegen einschlägige Erfahrungen vor. Verheiratet zu sein macht jedenfalls einen Priester oder Pfarrer nicht zu einem schlechteren Pfarrer. Das Argument, verheiratete Priester hätten so mehr Einblick in die Situation verheirateter Kirchenglieder, sticht nicht nach meiner Überzeugung; jeder Priester, ob Ehemann oder nicht, ist selbst Teil einer Familie und kann die Lage auch von daher beurteilen. Mach Dir einen Reim darauf - ich bin evangelisch-lutherisch und finde auch nur wenige wirklich stichhaltige Gründe, den Zölibat ganz abzuschaffen. Er hat für die katholische Spiritualität sicherlich eine wichtige Funktion, auch wenn er dafür nicht geschaffen wurde und keine wirklich theologische Berechtigung hat. Die Ganzhingabe an den Dienst für Gott ist eine schöne Berufung, wenn sie echt ist. Wichtiger als die Diskussion um den Zölibat fände ich die Diskussion um die Ordination von Frauen - und die findet ja auch schon statt. ;-) Gruß, q.

AdisMusanovic

das ist doch eine gute lage, mir fallen keine Argumente dafür ein. Das wichtigste Argument dagegen ist für mich die psychische Belastung, die dieser Beruf mit sich bringt. Sehr anstrengend und man ist mit viel Leid konfrontiert. Gerade da ist es wichtig, nach Hause kommen zu können und eine Familie zu spüren. Was sind deine Argumente dafür?

centercourt

wer sich der pflege des geistigen verschrieben hat, sollte nicht in die versuchung der irdischen sexuellen triebe kommen (denn die lenken vom geistigen ab), deshalb das zölibat der katholen. das hilft natürlich nur, wenn der mensch der sublimation fähig ist.

italygirl91

Es nicht abzuschaffen: Die Kirche sagt von sich, sie sei konservativ. Wenn ihr das irgendwer glauben soll, müssen sie schön vorhumanistisch bleiben.

Melissa1903

Für den Zölibatszwang findet man in der Bibel keine Stütze. Statt dessen ist zu lesen, „daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie …. verbieten zu heiraten“ (1.Timotheus 4:1-3; s. dazu einiges über Geschichte des Z - .http://www.kleio.org/de/geschichte/alltag/kap_V43.html ). Interessanterweise waren viele oder die meisten Apostel verheiratet (1.Korinther 9:5).So schrieb der Ap. Paulus an Timotheus: „Es muß aber der Bischof untadelhaft sein, eines Weibes Mann“ (1.Timotheus 3:2, kath. Übers. von Allioli). Er hob aber auch die Vorteile, die die Ehelosigkeit mit sich bringt hervor, vorausgesetzt natürlich, daß jemand nicht so sehr darunter leidet, also `von Leidenschaft entbrannt ist’ und Gefahr läuft, Hurerei zu begehen; ledig zu bleiben aber besser sei, weil man dadurch Gott vermehrt dienen kann, „ohne sich ablenken zu lassen“ (1.Korinther 7:1, 2, 8, 9, 29-38; 9:5). Dies aber auf freiwilliger Basis.

Flecy

In der Bibel wirst du NIRGENDS den Zölibat finden, im Gegenteil zeigt die Bibel dass der Zölibat eine satanische Lehre der Kath. Kirche ist, siehe....Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen. 4 Der Grund hierfür ist, daß jede Schöpfung Gottes vortrefflich und nichts verwerflich ist, wenn es mit Danksagung empfangen wird, 5 denn es wird durch Gottes Wort und Gebet dafür geheiligt. 2.Timotheus 4:1-5 Lg J.

UnknownSold1er

Ich wünsche allen Priestern, entgegen der Empfehlungen und Ratschläge der Glaubensjünger hier, egal ob Zeugen Jehovas, Katholiken oder "intelligenten" Freikirchlichern, dass sie persönlich irgendwie glücklich werden, im persönlichen oder/und in ihrem professionellen Bereich. Diese pseudo-akademische Schwafelei hier ist für normal denkende Leute nur peinlich! Warum könnte sich ein Priester nicht seinen beruflichen Pflichten widmen, wenn er Familie und Kinder hätte? Streitet Euch bitte weiter, liebe Jesus-Fans, es ist erbauend!

Mrglitch911

Christus hat bestimmte Menschen berufen, "Haus oder Frau, Brüder, Eltern oder Kinder" zu verlassen und ihm nachzufolgen. Die ehelose Lebensform wird von Christus nicht nur geschätzt und empfohlen, sondern auch vorgelebt. Der Zölibat ist also die Lebensform des Herr und auch die der Apostel.(Mk 10,18, Mt 19,27, Mt19,12). Der Zölibat ermöglicht dem Priester nicht nur, sich uneingeschränkt (auch zeitlich) seinen Aufgaben widmen zu können, sondern hat auch eine apostolische Dimension. Der zölibatär Lebende verlässt sich ganz und gar auf das Wort und die Verheißung Christi, ohne zu befürchten, im Leben was zu verpassen. Man versteht den Zölibat nicht, wenn man ihn als Gegensatz zur Ehe und bloßen Verzicht sieht. Sowohl die Ehe als auch der Zölibat sind von der Liebe bestimmt. Der Zölibat ist eine Lebensweise der Liebe zu Christus. Es bleibt eben keine "Leere" zurück, denn die Lücke, die durch den Verzicht auf Familie entsteht, wird gleichsam durch Gott gefüllt. Es gibt keinen Zwangszölibat, sondern nur eine freie Entscheidung der totalen Hingabe an Christus. Wer sich zum Priester berufen fühlt, hat im Zölibat einen Prüfstein für die Echtheit seiner Berufung für die Bereitschaft zur bedingungslosen Nachfolge Christi. Im Gegensatz zur evangelischen Kirche steht ein katholischer Priester in der apostolischen Nachfolge und die Priesterweihe ist ein Sakrament mit einem Versprechen vor Gott. Priester zu sein ist eben kein "Job" wie jeder andere, sondern bedarf der besonderen Berufung. In Zeiten der Verfolgung ist es von Vorteil, wenn der Priester nicht an eine Familie gebunden ist. Das Opfer des Zölibats ist eine Teilnahme am Opfer des Herrn und kann zu höchster Spiritualität führen. Durch den Priester wird dann auch die Herde, die er leitet, in tiefere Spiritualität geführt und offener für die Gnade. Verheiratete Priester haben Vorbildfunktion. Geschiedene Priester wären wohl kaum ein Vorbild für eine christliche Familie. Es ist ein Irrtum zu glauben, durch die Aufhebung des Zölibates gäbe es mehr Priester. Andere Kirchengemeinschaften beweisen, dass es nicht so ist.

schubadubaduu

Es Gibt nur einen Richtigen Grund dafür das in der kathlischen kirche nicht geheiratet werden darf , ich hoffe ich erkläre es verständlich rechnen wir jahr hunderte zurück da waren priester und bischöfe eine gruppe von den reichsten menschen , und wen die heiratet würden müssten sie ja ihr geld an ihre kinder vererben da würde aber der kirche viel geld flöten gehen und daher dürfen sie nicht heiraten das ist der hauptgrund...ja und so zieht sich das durch bis heute

Baris33

gegen das Eheverbot: Entweder sie vergreifen sich an kleinen Kindern, oder suchen sich eine Freundin und halten es einfach geheim!

PrettyBEAUTYxx

http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%B6libat#Begr.C3.BCndungen

badumtssoff

einordnung selber machen :D priester sollten sich mehr gott widmen / der gemeinde alle menschen sind gleich -> alle sollten heiraten dürfen wenn n priester heiratet und sich dann scheiden lassen wollen würde wäre das ein ziemlich großer konflikt (heiligkeit der ehe etc.)

Vicky1234

Es gibt kein Eheverbot. Es ist die freiwillige Entscheidung eines jeden einzelnen öffentlich zu heiraten oder öffentlich zu versprechen, nicht zu heiraten.

LittleLeoGirl

Ich kenne nur ein dafür . Da sie ja keinen auserehelichen Verkehr haben dürfen , können sie sich so wenigstens nicht auf natürlichem Weg vermehren .

KptBligh

ich sehe absolut keinen grund der dagegen sprechen würde

Sasoriakasuna1

Dagegen: Reichtum der Kirche geht flöten. Die Priester vermachen ihren Besitz nicht mehr der Kirche, sondern ihren Familien (dadurch dass sie nicht heiraten durften ist die Kirche ja so reich geworden) Jesus war auch nicht verheiratet (Jesus als Vorbild)

am111

Achtung! Griechisch katholische Priester dürfen heiratten !!!

Antwort hinzufügen